- Bonitätsprüfung: Schufa + Einkommensnachweis als Mindeststandard
- Selbstauskunft: Standardisierter Fragebogen mit zulässigen Fragen
- Vormieter: Telefonische Bestätigung beim aktuellen Vermieter
- Versicherung: Mietausfallversicherung ab ca. 100–300 €/Jahr
Dieser Ratgeber bietet eine praxisorientierte Übersicht (Stand 2025) und ersetzt keine Rechtsberatung.
1. Risikobewertung
Faktoren, die das Mietnomaden-Risiko erhöhen: Gebiete mit hoher Fluktuation, günstiger Wohnraum, hoher Bewerberdruck und Fernvermietung. Je höher das Risiko, desto gründlicher die Prüfung.
2. Bonitätsprüfung
Die Schufa-Auskunft enthält Negativmerkmale (Mahnbescheide, Insolvenz). Ergänzen Sie durch Einkommensnachweise (letzte 3 Gehaltsabrechnungen). Mietbelastung sollte unter 35 % des Nettoeinkommens liegen. Bei Selbstständigen: BWA oder Steuerbescheid.
3. Strukturierte Selbstauskunft
Verwenden Sie einen standardisierten Fragebogen für alle Bewerber. Das schützt vor Diskriminierungsvorwürfen und stellt sicher, dass keine relevante Frage vergessen wird.
4. Vormieterbestätigung
Rufen Sie beim aktuellen Vermieter an: „Gab es Zahlungsverzögerungen? Wie war die Kommunikation? Würden Sie erneut vermieten?“ Prüfen Sie, ob die angegebene Adresse zum Vermieter passt.
5. Mietausfallversicherung
| Leistung | Typische Deckung |
|---|---|
| Mietausfall | 6–12 Monatsmieten |
| Räumungskosten | 5.000–10.000 € |
| Sachschäden | 10.000–25.000 € |
Kosten: 100–400 €/Jahr. Besonders bei Einzelwohnungen sinnvoll.
6. Schutzklauseln im Mietvertrag
- Maximale Kaution (3 Nettokaltmieten)
- SEPA-Lastschriftmandat vereinbaren
- Keine überlange Kündigungsverzichtsklausel (max. 4 Jahre)
- Schriftformklausel für Änderungen
7. Checkliste Mieterprüfung
- Selbstauskunft vollständig und plausibel?
- Schufa ohne Negativmerkmale?
- Mietbelastung unter 35 %?
- Personalausweis geprüft?
- Vormieter kontaktiert?
- Persönlicher Eindruck positiv?
- Kaution vereinbart?
- SEPA-Mandat eingeholt?
8. Häufig gestellte Fragen
Welche Versicherung schützt vor Mietnomaden?
Eine Mietausfallversicherung deckt Rückstände, Räumungskosten und teilweise Sachschäden. Kosten: 100–400 €/Jahr.
Ist die Schufa-Auskunft Pflicht?
Nein, aber dringend empfohlen. Sie dürfen die Weigerung als Ablehnungsgrund werten.
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Quellen: Gesetze im Internet, Statistisches Bundesamt
Lucas Siebeking berät seit mehreren Jahren Investoren zu Off-Market-Immobilien und Kapitalanlagen. Als CSO der MyInvest24 GmbH begleitet er Kunden von der Erstberatung bis zum erfolgreichen Investment.
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