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Rendite · Stand 2026-09-04

Rendite Partner 24: Immobilienrendite verstehen, berechnen und vergleichen

Die Suchanfrage „rendite partner 24“ deutet auf das Interesse an einem verlässlichen Partner für Renditeüberlegungen rund um die Kapitalanlage Immobilie. Dieser Ratgeber ordnet die Anfrage ein, erklärt die wichtigsten Renditekennzahlen und zeigt anhand nachrechenbarer Modelle, wie Anleger Objekte realistisch vergleichen.

· MyInvest24 Redaktion 2679 Wörter Aktualisiert am 2026-09-04
Rechner, Grundriss und Stift auf einem Schreibtisch neben einem Mehrfamilienhaus im Hintergrund
Quellen3 FormatRatgeber ModellBeispielrechnung
Rechner, Grundriss und Stift auf einem Schreibtisch neben einem Mehrfamilienhaus im Hintergrund MyInvest24 Analyse
Modellrechnung

Nettorendite und Cashflow einer vermieteten Eigentumswohnung

Die folgende Modellrechnung basiert ausschließlich auf Annahmen und verzichtet auf Marktdaten. Alle Werte lassen sich mit den im Artikel dargestellten Formeln nachrechnen.

Kaufpreis inkl. Nebenkosten 305.000 € 280.000 € Kaufpreis plus 25.000 € Nebenkosten (Annahme)
Jahreskaltmiete 14.400 € 1.200 € Monatsmiete bei 80 qm (Annahme)
Nettorendite 4,02 % nach Bewirtschaftungskosten, vor Finanzierung
Erster Jahres-Cashflow -432 € nach Zins und Tilgung, leicht negativ
Beispielrechnung

Weg von der Brutto- zur Eigenkapitalrendite

Jahreskaltmiete +14.400 €
Bewirtschaftungskosten (Annahme) -2.142 €
Jahreszins auf 235.000 € (3,4 %) -7.990 €
Tilgung im ersten Jahr (2,0 %) -4.700 €
Erster Jahres-Cashflow -432 €
Szenariovergleich

Sensitivität des Cashflows (Annahmen)

Basisfall leicht negativ
Leerstand 6 % statt 2 % deutlich negativ
Tilgung 1,0 % statt 2,0 % positiver Cashflow
Zins +1,0 Prozentpunkt negativ
Entscheidungs-Kompass
72
Datenqualität

auf Basis vollständiger Objektunterlagen

58
Kostendeckung

Kosten vollständig, aber annahmebasiert

45
Robustheit

empfindlich gegenüber Zins und Leerstand

80
Vergleichbarkeit

einheitliche Ansätze über Objekte hinweg

Kurzantwort

„Rendite Partner 24“ ist keine feste Fachgröße, sondern eine Suchanfrage, die im Kern zwei Dinge verbindet: das Bedürfnis nach einem kompetenten Partner für Renditefragen und die Zahl 24, die häufig als Kurzform für rund um die Uhr erreichbare Beratung oder als Bestandteil eines Anbieternamens interpretiert wird. Fachlich geht es bei der Anfrage um Rendite im Kontext von Kapitalanlagen, insbesondere von Immobilien. Die Antwort darauf lässt sich auf eine Kernformel bringen: Rendite ist das Verhältnis von Ertrag zum eingesetzten Kapital, bezogen auf eine Periode, meist ein Jahr.

Für Immobilienanleger ist entscheidend, dass es nicht die eine Rendite gibt. Je nachdem, welche Erträge und welche Kosten einbezogen werden, unterscheiden sich Bruttorendite, Nettorendite und Eigenkapitalrendite teils erheblich. Wer Objekte vergleichen will, muss zunächst festlegen, welche Kennzahl dem eigenen Anlageziel entspricht, und dann alle Eingangswerte auf derselben Basis erheben. Nur so entstehen belastbare Vergleiche zwischen Objekten, Standorten und Finanzierungsvarianten.

Als Faustordnung lässt sich festhalten: Die Bruttorendite bildet nur die Jahreskaltmiete ins Verhältnis zum Kaufpreis und überschätzt den tatsächlichen Ertrag systematisch. Die Nettorendite zieht laufende Bewirtschaftungskosten ab. Die Eigenkapitalrendite berücksichtigt zusätzlich den Fremdkapitalhebel und ist für fremdfinanzierte Anleger die kennzeichnende Steuerungsgröße. Wer diese drei Kennzahlen kennt und korrekt berechnet, hat die wesentliche Antwort auf die Frage hinter „rendite partner 24“.

Rendite-Grundlagen: Definition und Einordnung

Rendite bezeichnet allgemein den Erfolg einer Kapitalanlage, gemessen als Verhältnis des erzielten Ergebnisses zum eingesetzten Kapital. Das Ergebnis kann aus laufenden Erträgen bestehen, etwa Mieteinnahmen oder Zinsen, aber auch aus Wertveränderungen des Objekts selbst. Bei Immobilien sind beide Komponenten relevant: die laufende Mietrendite einerseits und die mögliche Wertentwicklung des Gebäudes und des Grundstücks andererseits. Beide sollten getrennt betrachtet und erst am Ende einer Anlagebetrachtung zusammengeführt werden, weil sie unterschiedlichen Risiken unterliegen.

Die Rendite wird üblicherweise als Prozentsatz pro Jahr angegeben. Eine Nettorendite von 4,2 Prozent besagt, dass der jährliche Überschuss nach laufenden Kosten 4,2 Prozent des eingesetzten Kapitals beträgt. Diese jährliche Betrachtung ist bei Immobilien sinnvoll, weil Mietverhältnisse und Bewirtschaftungskosten in Jahresgrößen gedacht werden. Für Vergleiche mit anderen Anlageklassen wie Anleihen oder Festgeld ist die Jahresrendite ebenfalls der gemeinsamen Nenner; zu beachten ist dabei, dass Immobilien neben der Rendite auch Arbeitsaufwand, Transaktionskosten und mangelnde Fungibilität mitbringen.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Rendite und Renditeerwartung. Die Rendite im engeren Sinne ist eine rechnerische Größe auf Basis tatsächlicher oder angenommener Zahlen. Eine Renditeerwartung hingegen ist eine Prognose über künftige Entwicklungen, etwa Mieterhöhungen, Leerstände oder Wertsteigerungen. Prognosen sollten stets als Annahmen gekennzeichnet und in Modellen sensibel variiert werden. Wer Prognosen als gesicherte Fakten behandelt, verzerrt die Entscheidungsgrundlage. Details zur Berechnung liefert der Beitrag Immobilien Rendite Berechnen.

Grundlage für alle Mieteinnahmen sind die gesetzlichen Regelungen des Mietrechts, das im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) des Bundesministeriums der Justiz veröffentlicht ist. Dort finden sich Vorschriften zu Mieterhöhung, Modernisierungsumlage und Betriebskostenverteilung, die unmittelbar in die Renditeberechnung einfließen.

Bruttorendite, Nettorendite und Cashflow unterscheiden

Die Bruttorendite ist die simpelste Kennzahl: Jahreskaltmiete geteilt durch Kaufpreis, multipliziert mit 100. Beispiel: Bei einer Jahreskaltmiete von 18.000 Euro und einem Kaufpreis von 360.000 Euro ergibt sich eine Bruttorendite von 5,0 Prozent. Der Reiz dieser Größe liegt in ihrer schnellen Berechenbarkeit, ihr Nachteil in der systematischen Überschätzung. Weder Kaufnebenkosten noch laufende Kosten noch Leerstand gehen in sie ein. Als erste Sondierungsgröße im Exposévergleich ist sie dennoch verbreitet und zulässig, sofern ihre Grenzen bekannt sind.

Die Nettorendite rückt die Realität näher. Von der Jahreskaltmiete werden die nicht umlagefähigen Bewirtschaftungskosten abgezogen, insbesondere Verwaltung, Instandhaltungsrücklage, Leerstandsrisiko und nicht auf den Mieter umlagefähige Betriebskosten. Das Ergebnis wird durch die Gesamtkosten des Erwerbs geteilt, also Kaufpreis plus Kaufnebenkosten. Die Nettorendite ist damit die belastbarste Kennzahl für den Vergleich von Objekten untereinander, weil sieobjektive Kostenstrukturen einbezieht. Eine vertiefte Darstellung bietet der Artikel Mietrendite Nettorendite Cashflow Unterschied.

Der Cashflow schließlich ist keine Prozentzahl, sondern ein absoluter Betrag: das, was nach allen Ausgaben inklusive Finanzierungskosten monatlich oder jährlich übrig bleibt. Ein Objekt kann eine gute Nettorendite aufweisen und dennoch einen negativen Cashflow erzeugen, wenn Zins und Tilgung hoch sind. Umgekehrt kann ein Objekt mit mittlerer Nettorendite bei günstiger Finanzierung einen soliden monatlichen Überschuss liefern. Rendite beantwortet die Frage nach der Verzinsung des Kapitals, Cashflow die Frage nach dem monatlichen Zufluss. Beide Größen ergänzen sich und sollten nie vermischt werden.

Zur Einordnung konkreter Zielwerte für Mietrenditen in verschiedenen Lagen und Objekttypen siehe Was Ist Eine Gute Mietrendite. Aussagen darüber, was eine „gute“ Rendite ist, hängen stets von Finanzierung, Haltefrist und Anlageziel ab und lassen sich nicht pauschal beantworten.

Eigenkapitalrendite und der Fremdkapitalhebel

Die Eigenkapitalrendite setzt den Jahresüberschuss nach Zinsen, aber vor Steuern ins Verhältnis zum eingesetzten Eigenkapital. Sie beantwortet die Frage, wie sich das eigene Kapital verzinst, wenn ein Teil des Kaufpreises fremdfinanziert wird. Der Fremdkapitalhebel beschreibt den Mechanismus, dass die Eigenkapitalrendite über der Objektrendite liegt, solange der Fremdkapitalzins unter der Nettorendite des Objekts bleibt. Liegt der Zins darüber, kehrt sich der Hebel um und die Eigenkapitalrendite fällt unter die Objektrendite.

Ein Zahlenbeispiel zur Veranschaulichung, alle Werte als Annahme: Ein Objekt kostet 320.000 Euro, davon 80.000 Euro Eigenkapital und 240.000 Euro Fremdkapital. Die Nettorendite vor Finanzierung betrage 3,8 Prozent, also 12.160 Euro jährlich. Der Fremdkapitalzins liege bei 3,2 Prozent, was 7.680 Euro Zinsen entspricht. Der Überschuss nach Zinsen beträgt 4.480 Euro, bezogen auf 80.000 Euro Eigenkapital ergibt das eine Eigenkapitalrendite von 5,6 Prozent. Der Hebel wirkt, weil 3,8 Prozent Objektrendite über dem Zins von 3,2 Prozent liegen.

Der Hebel ist jedoch kein Selbstläufer. Er verstärkt sowohl die Rendite als auch das Verlustpotenzial, weil Zins- und Tilgungsverpflichtungen unabhängig vom Mietertrag fällig werden. Steigen die Zinsen bei einer Anschlussfinanzierung oder sinken die Mieterträge durch Leerstand, kann eine positive Eigenkapitalrendite schnell in einen negativen Cashflow kippen. Eine ausführliche Analyse dieses Mechanismus findet sich im Beitrag Eigenkapitalrendite Immobilie Fremdkapitalhebel. Sensitivitätsbetrachtungen mit erhöhten Zins- und Leerstandsannahmen gehören deshalb in jede seriöse Modellrechnung.

Kostenstruktur systematisch erfassen

Die Qualität jeder Renditeberechnung steht und fällt mit der Vollständigkeit der Kostenansätze. In der Praxis werden folgende Positionen regelmäßig unterschätzt: die Instandhaltungsrücklage, die Verwaltungskosten bei eigener Verwaltung kalkuliert als entgangene Zeit, das Leerstandsrisiko und die nicht umlagefähigen Betriebskosten. Wer diese Positionen weglässt, erhält eine schönere, aber unbrauchbare Rendite. Die folgende Tabelle zeigt eine übliche Kostenstruktur einer vermieteten Eigentumswohnung, alle Beträge sind Modellannahmen und können je nach Objekt, Baujahr und Standort deutlich abweichen.

KostenpositionTypischer AnsatzBeispiel pro Jahr
Instandhaltungsrücklage10 bis 15 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche960 Euro bei 80 qm
Verwaltung240 bis 360 Euro, extern oder kalkulatorisch300 Euro
Nicht umlagefähige BetriebskostenAnteil an Heizung, Versicherung, Grundsteuer450 Euro
Leerstandsrisiko2 bis 4 Prozent der Jahreskaltmiete432 Euro bei 14.400 Euro Kaltmiete

Zu den einmaligen Kaufnebenkosten zählen Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch sowie die gegebenenfalls anfallende Maklerprovision. Zusammen liegen diese je nach Bundesland und Konstellation im Bereich von 8 bis 12 Prozent des Kaufpreises. Für die Nettorendite gehören sie in den Nenner, für die Bruttorendite nicht, was ein weiterer Grund ist, warum Bruttorenditen aus Exposés nur bedingt vergleichbar sind. Daten zu Bau- und Wohnungsmarktstrukturen, die für die Plausibilisierung eigener Ansätze herangezogen werden können, veröffentlicht das Statistische Bundesamt im Bereich Bauen und Wohnen.

Rendite legally steigern: Hebel am Objekt

Die Rendite einer bestehenden Immobilie lässt sich über mehrere Hebel beeinflussen. Ansetzen kann man auf der Ertragsseite, auf der Kostenseite und auf der Finanzierungsseite. Auf der Ertragsseite sind die wichtigsten Instrumente die Anpassung der Mieten an die ortsübliche Vergleichsmiete im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben, die Vermietung bisher ungenutzter Flächen etwa Dachgeschoss oder Keller, und die Vermeidung von Leerstand durch aktives Mietermanagement. Jede Maßnahme ist vor dem Hintergrund der mietrechtlichen Grenzen zu bewerten, die das BGB setzt.

Auf der Kostenseite wirken die Senkung der Betriebskosten, etwa durch effiziente Gebäudetechnik, und die Bündelung von Instandhaltungsmaßnahmen mit Modernisierungen, die teilweise umlagefähig sind. Energetische Maßnahmen können die Vermietbarkeit verbessern und Leerstandsrisiken senken, wirken auf die Rendite aber meist erst über mehrere Jahre. Zu beachten ist, dass Modernisierungsumlagen gesetzlich gedeckelt sind und die Mieterstruktur die Belastbarkeit solcher Umlagen bestimmt. Eine Renditesteigerung über Sanierung sollte daher stets mit einer Amortisationsrechnung unterlegt werden.

Auf der Finanzierungsseite bieten sich bei gesunkenen Zinsen eine Anschlussfinanzierung oder die Ablösung teurer Darlehen an; Zinsentwicklungen lassen sich an den veröffentlichten Reihen der Deutschen Bundesbank nachvollziehen. Außerdem kann die Tilgungsrate so gewählt werden, dass der monatliche Cashflow positiv bleibt, auch wenn dadurch die Gesamtzinskosten über die Laufzeit steigen. Die Optik verschiebt sich damit von der Maximierung der Rendite hin zur Absicherung der Liquidität, was für viele Anleger mit Blick auf die Haltefrist die sinnvollere Priorität ist.

Risiken und Rendite: Sensitivität statt Optik

Jede Renditeangabe ist das Ergebnis von Annahmen, und Annahmen können falsch sein. Die zentralen Risikofaktoren bei vermieteten Immobilien sind Leerstand, Mietausfall, steigende Zinsen bei der Anschlussfinanzierung, unerwartete Instandhaltungsaufwendungen und Wertverluste etwa durch strukturelle Standortschwächen oder energetische Vorgaben. Ein sauberes Renditemodell macht diese Risiken nicht kleiner, aber sichtbar. Dafür eignet sich die Sensitivitätsanalyse: Eine Eingangsgröße wird variiert, alle anderen bleiben konstant, und die Wirkung auf das Ergebnis wird abgelesen.

Praktisch bedeutet das etwa, die Leerstandsannahme von 2 auf 6 Prozent zu erhöhen und zu prüfen, ob der Cashflow noch positiv bleibt. Genauso sinnvoll ist es, den Zinssatz der Anschlussfinanzierung um 1,0 Prozentpunkt anzuheben oder die Instandhaltungsrücklage um ein Drittel zu erhöhen. Ein Objekt, das diese Belastungen trägt, ohne in den negativen Cashflow zu rutschen, ist robuster als eines, das nur im Bestfall funktioniert. Die Entscheidung sollte nie allein auf der Bestfallrechnung beruhen.

Ergänzend zur Sensitivität lohnt eine Szenariobetrachtung mit konservativer, erwarteter und optimistischer Annahmekombination. Für Standortbewertungen bei Mehrfamilienhäusern, bei denen lokale Miet- und Leerstandsdynamiken eine große Rolle spielen, bietet der Artikel Renditeimmobilien München Kaufen Und Renditen Einschätzen ein Vorgehen, das sich auf andere Städte übertragen lässt. Grundsätzlich gilt: je kleiner die Streuung der Ergebnisse über die Szenarien, desto planbarer die Anlage.

Steuern und Rendite: Ordnung statt Hoffnung

Steuern verändern die Rendite einer Kapitalimmobilie erheblich, sind aber kein eigenständiger Renditegrund. Die drei relevanten Ebenen sind die laufende Besteuerung der Mietüberschüsse als Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, die Abschreibung des Gebäudes über die sogenannte AfA und die Besteuerung eines Veräußerungsgewinns innerhalb der zehnjährigen Spekulationsfrist. Die AfA senkt die steuerliche Bemessungsgrundlage, ohne dass Geld abfließt, und verbessert damit den Nach-steuer-Cashflow; sie ersetzt jedoch keine wirtschaftliche Rendite, weil das Gebäude gleichzeitig an Substanz verliert.

Für eine Vorabbetrachtung empfiehlt sich die Unterscheidung zwischen Vor-steuer- und Nach-steuer-Rendite. Die Vor-steuer-Rendite ist die Kennzahl für den Objektvergleich, weil sie unabhängig von der persönlichen Situation ist. Die Nach-steuer-Rendite hängt vom individuellen Steuersatz, weiteren Einkünften und der Finanzierungsstruktur ab und kann nur individuell bestimmt werden. Sie darf nicht pauschalisierend als Vorteil dargestellt werden; die tatsächliche Wirkung hängt von den persönlichen Verhältnissen ab. Eine verbindliche steuerliche Einordnung gehört in die Handlung einer qualifizierten Steuerberatung.

Was als Ratgeber ausgesagt werden kann, ist die Reihenfolge: Zuerst die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Objekts ohne Steuereffekte prüfen, dann die steuerlichen Wirkungen als Modellschicht darüberlegen. Ein Objekt, das nur wegen der Steuerförderung rechnet, ist in der Regel kein tragfähiges Anlagekonzept, weil Steuergesetze ändern können und die Spekulationsfrist die Halteperiode beeinflusst. Die Mietrendite-Berechnung, wie sie im Beitrag Mietrendite Berechnen dargestellt ist, bleibt deshalb die erste Prüfebene.

Modellrechnung: Beispielobjekt Eigentumswohnung

Die folgende durchgerechnete Modellrechnung zeigt den Weg von der Bruttorendite zur Nettorendite und weiter zum Cashflow. Alle Werte sind Annahmen und dienen ausschließlich der Veranschaulichung der Rechenwege. Betrachtet wird eine vermietete Eigentumswohnung mit 80 Quadratmetern Wohnfläche, einer Monatskaltmiete von 1.200 Euro, einem Kaufpreis von 280.000 Euro und Kaufnebenkosten von 25.000 Euro. Finanzierung: 70.000 Euro Eigenkapital, 235.000 Euro Darlehen mit 3,4 Prozent Sollzins und 2,0 Prozent Anfangstilgung.

Die Jahreskaltmiete beträgt 14.400 Euro. Die laufenden Kosten belaufen sich nach der Tabelle aus dem Abschnitt zur Kostenstruktur auf 2.142 Euro pro Jahr: 960 Euro Instandhaltungsrücklage, 300 Euro Verwaltung, 450 Euro nicht umlagefähige Betriebskosten und 432 Euro Leerstandsrisiko. Der Jahresüberschuss vor Finanzierung liegt damit bei 12.258 Euro. Bezogen auf die Gesamtkosten von 305.000 Euro ergibt sich eine Nettorendite von 4,02 Prozent. Die Bruttorendite läge bei 14.400 geteilt durch 280.000, also 5,14 Prozent, und überschätzt den Ertrag damit um mehr als einen Prozentpunkt.

Der Jahreszins auf 235.000 Euro beträgt bei 3,4 Prozent 7.990 Euro, die Tilgung von 2,0 Prozent entspricht 4.700 Euro im ersten Jahr. Der Zahlbetrag von 12.690 Euro übersteigt den Überschuss von 12.258 Euro, der erste Jahres-Cashflow liegt also bei minus 432 Euro. Die Eigenkapitalrendite nach Zinsen beträgt (12.258 minus 7.990) geteilt durch 70.000, also rund 6,1 Prozent. Das Beispiel zeigt typisch: positive Eigenkapitalrendite bei leicht negativem Cashflow, weil die Tilgung den Vermögensaufbau finanzieren und nicht der laufende Überschuss sein muss. Mit dem Immobilien-Rendite-Rechner lassen sich solche Varianten mit eigenen Zahlen nachvollziehen.

Checkliste für den Renditevergleich

Für den Vergleich mehrerer Objekte empfiehlt sich ein fester Ablauf, damit alle Objekte auf derselben Datenbasis stehen. Zuerst werden die Ist-Daten erhoben: Jahreskaltmiete, aktuelle Mietverträge, Baujahr, Wohnfläche, laufende Kostenabrechnungen und bereits durchgeführte Instandhaltungen. Danach werden die Modellannahmen festgelegt und für alle verglichenen Objekte identisch gewählt, insbesondere die Instandhaltungsrücklage, der Leerstand und die Verwaltung. Nur einheitliche Annahmen erzeugen vergleichbare Ergebnisse.

  1. Jahreskaltmiete aus aktuellen Mietverträgen oder nachweisbaren Marktmieten erheben
  2. Kaufpreis und Kaufnebenkosten vollständig erfassen
  3. Bewirtschaftungskosten nach der Kostenstruktur-Tabelle ansetzen
  4. Nettorendite berechnen und Objekte untereinander vergleichen
  5. Finanzierungsvarianten mit Zins und Tilgung durchrechnen
  6. Sensitivitätsprüfung mit erhöhtem Leerstand und Zins durchführen

Am Ende steht eine Rangfolge, die auf nachvollziehbaren Annahmen beruht und in der jede Zahl begründet werden kann. Objekte, die bei dieser Methodik nicht mehr mithalten, scheiden aus, unabhängig von ihrer Exposé-Bruttorendite. Für Mehrfamilienhäuser gilt das Gleiche mit angepassten Kostensätzen, wie der Artikel Welche Rendite Mehrfamilienhaus Vermietet im Detail zeigt.

Nächste Schritte

Wer die Frage hinter „rendite partner 24“ beantwortet hat, sollte die gewonnenen Kennzahlen in konkrete Handlungen überführen. Der sinnvolle nächste Schritt besteht darin, ein konkretes Objekt mit vollständigen Daten durch die vorgestellte Checkliste zu führen und das Ergebnis mit alternativen Objekten und Finanzierungsvarianten zu vergleichen. Dafür stehen folgende Vertiefungen zur Verfügung:

Entscheidend ist, dass jede Renditeangabe auf nachvollziehbaren Annahmen beruht und vor dem Kauf eine Sensitivitätsprüfung durchlaufen hat.

Häufige Fragen

Was bedeutet die Suchanfrage „rendite partner 24“?

Es handelt sich um keine Fachgröße, sondern um eine Sucheingabe, die vermutlich einen Rendite-Partner oder eine rund um die Uhr erreichbare Beratung zum Thema Rendite meint. Fachlich lässt sie sich auf die Berechnung und Bewertung von Rendite bei Kapitalanlagen, insbesondere Immobilien, überführen.

Wie wird die Bruttorendite einer Immobilie berechnet?

Die Bruttorendite ist die Jahreskaltmiete geteilt durch den Kaufpreis, multipliziert mit 100. Bei 18.000 Euro Jahreskaltmiete und 360.000 Euro Kaufpreis ergibt sich eine Bruttorendite von 5,0 Prozent. Kaufnebenkosten und laufende Kosten bleiben unberücksichtigt.

Was ist der Unterschied zwischen Nettorendite und Eigenkapitalrendite?

Die Nettorendite setzt den Jahresüberschuss nach Bewirtschaftungskosten ins Verhältnis zu den Gesamtkosten des Erwerbs. Die Eigenkapitalrendite bezieht den Überschuss nach Zinsen auf das eingesetzte Eigenkapital und bildet damit den Fremdkapitalhebel ab.

Wann wirkt der Fremdkapitalhebel positiv?

Der Hebel wirkt positiv, solange die Nettorendite des Objekts über dem Fremdkapitalzins liegt. Liegt der Zins über der Objektrendite, fällt die Eigenkapitalrendite unter die Objektrendite, und der Hebel kehrt sich um.

Welche Kosten gehören in eine Nettorendite-Berechnung?

Dazu zählen Instandhaltungsrücklage, Verwaltungskosten, nicht umlagefähige Betriebskosten und ein kalkulatorisches Leerstandsrisiko. Im Nenner stehen Kaufpreis plus Kaufnebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notar und gegebenenfalls Maklerprovision.

Kann eine Immobilie gute Rendite und negativen Cashflow haben?

Ja. Bei hoher Tilgung können Zins- und Tilgungszahlungen den Jahresüberschuss übersteigen, obwohl die Eigenkapitalrendite positiv ist. Der fehlende Betrag fließt dann in den Schuldabbau, nicht in den monatlichen Zufluss.

Wie beeinflussen Steuern die Immobilienrendite?

Mietüberschüsse sind als Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung steuerpflichtig, während die Gebäude-AfA die Bemessungsgrundlage senkt. Die Nach-steuer-Rendite hängt vom individuellen Steuersatz ab und sollte immer erst nach der Vor-steuer-Betrachtung geprüft werden.

Konkrete Objektprüfung

Aus dem Ratgeber wird eine belastbare Entscheidung.

Vor einer Kaufentscheidung sollten Objektdaten, Bewirtschaftungskosten und Finanzierungsbedingungen mit dem Immobilien-Rendite-Rechner durchgerechnet werden.

Quellen

Hinweis: Dieser Beitrag ist eine redaktionelle Einordnung und keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung. Konkrete Entscheidungen sollten mit individueller Modellrechnung und passenden Fachstellen geprüft werden.